Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Schaafheim
Brandheiße Feuerwehrmusik

 






Brandheiße Feuerwehrmusik

 

 


„Feuer und Flamme“ für die Feuerwehrmusik
Im Jubiläumsjahr spielte die große Feuerwehr Bigband fantastisch auf

Beim Konzert zum „125-Jährigen des Kreisfeuerwehrverband Darmstadt-Dieburg" am Sonntag, dem 26. Mai 2024, unter dem Motto „Feuer und Flamme“ bewiesen die Schaafheimer und Altheimer Feuerwehrmusikerinnen und Feuerwehrmusiker in der voll besetzten Kulturhalle, wozu sie in der Lage sind. Dirigent Steffen Rupprecht präsentierte mit seinen 40 Musikerinnen und Musikern den Feuerwehrmusikformation mit Keyboard, E-Gitarre, E-Bass, Sängerin und Sänger als große Feuerwehr Bigband.
Diese ließ den musikalischen Funken aufs Publikum überspringen. Mit stehenden Ovationen und viel Applaus belohnte das Publikum die harte Probenarbeit der letzten Wochen.
„Es ist Münsters Bürgermeister Joachim Schledt zu verdanken der vorschlug, die Veranstaltung auch mal hier anzubieten“, sagt Rupprecht. Und für die zweieinhalb Stunden ließ sich die Leitung einiges einfallen. Rupprecht war es wichtig, keine typischen Blasorchesterklänge aufzufahren, stattdessen wurde das Programm in drei Blöcke mit verschiedenen Stilrichtungen gegliedert.
„Ich bin seit einem Jahr Kreisstabführer, da lag der Brückenschlag nahe“, erklärte Steffen Rupprecht, Dirigent der Spielgemeinschaft. Vor mehr als zehn Jahren taten sich die Altheimer und die Schaafheimer Feuerwehrmusiker zu einer Spielgemeinschaft zusammen. Das Konzert Feuer und Flamme existierte in Schaafheim schon und wurde fortan gemeinsam weitergeführt.
Zum Gelingen des Musikabends trug besonders die Moderation vom Vorsitzenden der Feuerwehr Münster Stefan Hebeling bei, der gekonnt und gewitzt durch das Programm führte.

Der erste Konzertteil gehörte den größten Kult-Hits der 70er, 80er und 90er Jahre
Eröffnet wurde der Konzertabend mit WE ARE THE CHAMPIONS von QUEEN.
Anschließend begrüßte Stefan Hebeling zahlreiche Ehrengäste. Darunter die Bürgermeister Daniel Rauschenberger und Joachim Schledt. Aus dem deutschen Bundestag war Patricia Lips zu Gast. Ebenfalls vor Ort Kreisbrandinspektor Heiko Schecker und sein Stellvertreter Matthias Maurer-Hardt sowie zahlreiche Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands. Aus der Gemeinde Schaafheim wurde Gemeindebrandinspektor Arnd Keller und Pfarrer Hermann Fuchs willkommen geheißen. Für die hessische Feuerwehrmusik wurden der Landesstabführer Alexander Eckhardt, der Landesehrenstabführer Jochen Rietdorf, Bezirksstabführer aus Hessen-Darmstadt Roland Ritter, Kreisstabführerin der Bergstraße Laura Gölz und zahlreiche befreundete Feuerwehrmusikformationen aus dem Landkreis auf das Herzlichste begrüßt.
Es folgte die grandiose Melodie BAKER STREET. Sabine Grellert sorgte mit dem markanten Alt-Saxophon Intro für mächtig Furore.
Nach dem gute Laune One-Hit-Wonder COME ON EILEEN widmete man sich dem Dancefloor Titel WHAT IS LOVE von Haddaway. Hier durfte Sänger Nick beim Bühnendebüt in Münster so richtig loslegen.
Der erste Konzertteil endete mit einem der populärsten ABBA Songs MAMMA MIA. Hier durfte Keyboarderin Anne Rosewsky mächtig in die Tasten hauen.

Ehrung 50 Jahre Feuerwehrmusiker Lothar Kirchhöfer
Nach einer kurzen Begrüßung der Konzertgäste durch den Kreisbrandinspektor Heiko Schecker wurde Lothar Kirchhöfer durch den Landesstabführer Alexander Eckhardt für 50 Jahre Feuerwehrmusik würdevoll geehrt.

Im zweiten Konzertteil ging es auf eine musikalische Reise zu den populärsten Songs von ELVIS PRESLEY
Gefühlvoll wurde das Publikum in die glamouröse Zeit mit ALWAYS ON MY MIND zurückversetzt. Die rund 500 Konzertbesucher staunten nicht schlecht, als Steffen Rupprecht als ELVIS dirigierte und Nick ebenfalls in Elvis-Montur performte.
Nach dem teuflisch schnellen Stück DON´T BE CRUEL wurde es emotional. Eine kleine Combo begleitete Sänger Nick bei CAN´T HELP FALLING IN LOVE.
In die laute Beifallsbekundung stieg das Gesamtorchester zum Finale mit ein. Nun konnte Alt-Saxophonistin Sabine Grellert erneut ihre Brillanz am Instrument unter Beweis stellen.
Mit VIVA LAS VEGAS und IN THE GHETTO ging man in die Pause.

Das letzte Drittel für Liebhaber der Neuen deutschen Welle
Eröffnet wurde dieser Konzertteil vom großen Feuerwehrorchester mit dem NENA Klassiker LEUCHTTURM. Dirigent Rupprecht hat diesen Titel extra für diesen Abend arrangiert.
Weiter ging es mit einem weiteren legendären Titel von NENA:  IRGENDWIE IRGENDWO IRGENDWANN. Nun war die große Stunde der brillanten Sängerin Marina Hübner gekommen. Sie konnte das Publikum in ihren Bann ziehen und ihre gesangliche Bandbreite grandios präsentieren.
Das Feuerwehr-Rockorchester rockte brandheiß bei STERNENHIMMEL und ließ es sich nicht nehmen mitzusingen. Stimmgewaltig stimmte das Publikum mit ein.
Weiter ging es mit dem grandiosen Song der Band Spider Murphy Gang, SKANDAL IM SPERRBEZIRK.
Mit dem wohl bekanntesten Hit der Neuen Deutsche Welle 99 LUFTBALLONS, bei dem Sängerin Marina erneut mit ihrer eindrucksvollen Stimme überzeugen konnte, endete das großartige Konzert.
Guido Quäling, Chef der Altheimer Feuerwehrmusik, bedankte sich bei allen Akteuren und bei den helfenden Händen im Hintergrund und hielt eine emotionale Dankesrede an die Musiker und an den musikalischen Chef der Formation.

Stehende Ovationen
Stehende Ovationen und langanhaltender Beifall der Zuhörer belohnten die Musiker mit der Zugabe von Nickerbocker & Biene HALLO KLAUS und mit deftiger Blasmusik mit dem Titel POLKAFREUDE der „Fegerländer“ aus Österreich.
Nach erneuten Standing Ovations musste noch ein weiterer Blasmusiktitel her. EIN DENKEMAL FÜR DIE BLASMUSIK aus der Feder von Michael Kuhn folgte. Dennoch hatten die Konzertbesucher immer noch nicht genug. Kurzerhand musste noch einmal Harry Friedel alias NICK zur vierten Zugabe auf die Bühne.  Gemeinsam mit Marina Hübner performte man erneut den Dancefloor Hit WHAT IS LOVE. Die Konzertbesucher hielt es nun nicht mehr auf den Stühlen und klatschten lautstark mit.
Derzeit gibt es in Hessen noch 170 aktive Feuerwehrorchester und Spielmannszüge mit mehr als 5.000 Musikern. Im Landkreis Darmstadt Dieburg sind es 9 Formationen mit 250 Musikern. „Der Trend ist leider rückläufig. Es fehlt an Nachwuchs, dazu bereiten Rahmenbedingungen wie GEMA-Kosten oder die mangelnde Ehrenamtsförderung Probleme“, so Rupprecht. Am Sonntagabend bewies das Feuerwehrorchester aus Altheim und Schaafheim, dass es trotzdem noch eine Klasse für sich ist.

So endete ein grandioser Konzertabend mit zahlreichen Highlights und toller Musik.
Jeder, der nicht dabei sein konnte, hat hier echt was versäumt!